Die Vereinsgeschichte - spannender als man denkt...
  
1916/
19 17
Der BEJO (Bund evangelischer Jugend Ostschweiz) wird als Vorläufer der Jungen Kirche gegründet. Der BEJO blieb bis 1928 aber nur ein lockerer Zusammenschluss verschiedener Jungmännerbünde. In die Jungmänner-bünde waren auch Frauen zugelassen.
   
1928       Bis 1928 musste der BEJO einen starken Mitgliederschwund hinnehmen. Der junge Pfarrer Hans Roduner positionierte den BEJO näher an der Landeskirche und konzentrierte sich auf die evangelische Jugend als Zielgruppe. Dank dieser Massnahmen wuchs der BEJO auf 208 Gruppen mit 4'500 Mitgliedern. Daneben wurden auch Skilager- und Ferienlager, sowie regionale Tagungen und Freundschaftstreffen abgehalten.
   
1929 Verschiedene Konfirmandenklassen schliessen sich zum Schweizerischen Zwinglibund (SZB) zusammen. Das Gebiet des Zwinglibundes umfasst die Kantone Basel, Bern, Luzern, Zürich und Aargau. Vor allem im Kanton Zürich kommt es zu einer Zusammenarbeit mit dem Zwinglibund und dem BEJO.
   
1935 Der BEJO und der Zwinglibund bilden eine Arbeitsgemeinschaft und geben zusammen die Monatszeitschrift "Junge Kirche" heraus.
Am 12. Mai wird in der Heimstätte Gwatt der BKJM (Bund kirchlicher Jugendgruppen Mittelschweiz) gegründet. Der Bund wollte vor allem die bessere Vernetzung der Konfirmandengruppen im Kanton Bern fördern. Daneben gab es aber auch 3 Ableger in der Deutschschweiz, im Kanton Solothurn, Freiburg und in der Waadt. In den zwei Jahren seines Bestehens besass der BKJM in 55 Gruppen 1600 Mitglieder.
  

  
1937 Der BEJO, der BKJM und der ebenfalls einige Jahre zuvor ins Leben gerufene evangelisch-rätische Jugendring schliessen sich zur Jungen Kirche zusammen. Dadurch kommt es zu einer gesamtschweizerischen Intensivierung der kirchlichen Jugendarbeit. Als Ziele nennt die Junge Kirche die Betreuung der Jugendlichen auf Gemeindeebene und das ausdrückliche Bekenntnis zum christlichen Glauben.
   
1940 Die Junge Kirche beteiligt sich am Referendum gegen den obligatorischen militärischen Vorunterricht, welches mit 49'602 Unterschriften zustande kommt. Die JK unterstützt zwar die körperliche Ertüchtigung. Ihrer Ansicht käme aber das Gemeinschaftsgefühl im militärischen Vorunterricht zu kurz.
Obwohl ein grosser Teil der Presse für das neue Gesetz über den obligatorischen Unterricht befürwortet, wird es am 1. Dezember 1940 mit 434'817 Nein gegen 345'350 Ja abgelehnt
   
1941 Zum 650. Geburtstag der Schweiz veranstaltet die JK eine Landsgemeinde zum Thema "Im Namen Gottes des Allmächtigen". Dies sollte auch eine Anspielung auf die Präambel der Bundesverfassung sein.
Die Junge Kirche druckte die Vorträge dieser Veranstaltung (unter anderem von Karl Barth, Georg Thürer und Emil Brunner) und verschickte sie an ihre Mitglieder. Die Auflage erreichte immerhin 12'900 Exemplare. Obwohl die Zensur 8 Tage später diese Literatur verbietet, kann sie nur noch wenige Exemplare beschlagnahmen.
   
1942 Die Landsgemeinde der JK findet im Zürcher Hallenstadion vor 6'000 Mitgliedern unter dem Motto "Widerstehet" statt. Pfarrer Walther Lüthi kritisiert die Schliessung der Grenze in harschen Worten. Bundesrat Eduard von Steiger verteidigt die Position des Bundesrates mit dem zum Schlagwort werdenden vollen Boot.
   
1943 Die JK verkauft Karten, um mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Der Preis einer Karte entsprach den Kosten für einen Flüchtling pro Tag (3.50 Franken). Bis im November kommen 134'474.57 Franken zusammen.
  

  
1958 Die Junge Kirche beteiligt sich massgeblich am Aufbau der Heimstättenattenarbeit. So half sie beim Ausbau der Heimstätte Magliaso (1958/59). Dadurch konnten die Übernachtungskosten tief gehalten werden, weil die Gäste beim Betrieb der Anlagen mithelfen.
   
60er/
70er
Die kirchliche Jugendarbeit gerät in die Krise. Einerseits verzeichnet die jk einen Rückgang der Gruppen und Mitglieder. Andererseits genügen die alten Strukturen nicht mehr. Die 68er-Bewegung (Globuskrawalle) sowie die sich etablierende Ökumene führen zu einer Neustrukturierung der kirchlichen Jugendarbeit.
Mit der Lancierung des Monatsmagazin "Kontakt" versucht die JK auf die strukturellen Probleme zu reagieren. Das Magazin musste aber aus finanziellen Gründen 1974 eingestellt werden.
   
1985 Der Partizispatz, ein Leitfaden für die kirchliche Jugendarbeit, erscheint.
   
1987 Am 7. Mai finden erste Gespräche über eine Zusammenlegung der JK und des Schweizerischen Zwinglibundes, der bisher immer seinen eigenen Weg gegangen ist, statt.
Vor allem religiöse und politische Fragen geben Anlass zu Diskussionen.
  

  
1992 Die Bundesmitglieder-Versammlung der Jungen Kirche Schweiz beschliesst die Fusion mit dem Schweizerischen Zwinglibund. Unter dem Kürzel JK-ZB und einem neuen Erscheinungsbild beginnt eine weitere neue Phase der Jungen Kirche.
   
1997 Die sich verschlechternde finanzielle Situation der JK-ZB Schweiz macht einen massiven Stellenabbau auf der Geschäftsstelle notwendig. Dennoch gibt sich die Vereinsführung optimistisch und will nichts von einer "Krise" wissen.
   
1999 Die JK-ZB wird erneut umstrukturiert: Die inhaltliche Jugendarbeit wird vollständig an die vier Mitgliederverbände Mittelschweiz, Nordwestschweiz, Ostschweiz und Bern delegiert. Das Kürzel ZB wird aus dem Vereinsnamen gestrichen. Dies bedeutet das definitive Ende des Zwinglibundes.
Zur Erreichbarkeit der JK auch im Internet wird eine Website eingerichtet, die archiviert einen Einblick in diese Zeit bietet.
   
2000 Der Kreis Bern tritt aus der JK-ZB Schweiz aus und wandelt sich in eine Fachstelle um. In den übrigen Kreisen verschlechtert sich die personelle und finanzielle Situation weiter.
Trotzdem gelingt dem Kreis Ostschweiz mit dem Timeout-Projekt ein grosser Erfolg.
   
2001 Die Kreise Mittelschweiz und Nordwestschweiz beschliessen an ihrer gemeinsamen KMV am 28. April in Schönenwerd die Auflösung. Der Kreis Ostschweiz möchte die Arbeit der JK weiterführen.
Im August wird eine Fusionskommission eingesetzt, welche eine Zusammenlegung der JK Ostschweiz und der JK Schweiz prüft.
Die Kreise Mittelschweiz und Nordwestschweiz lösen sich am 31. Dezember auf.
   
2002 Der Verein Junge Kirche nimmt am 1. Januar seine Arbeit auf.
Aus administrativen und finanziellen Gründen wird an der KMV vom 25. Mai die bisherige JK Ostschweiz aufgelöst und in den neuen Verein junge kirche integriert. Der erste Vorstand des Vereins Junge Kirche wird gewählt.
Die neue Website www.jungekirche.ch wird aufgeschaltet.
Als inhaltlicher Schwerpunkt der jungen kirche wird die Arbeit mit und für Konfirmanden festgelegt.
   
2003 Es zeigt sich, dass der Schwerpunkt Konfirmandenarbeit personell und finanziell an Grenzen stößt. Es werden Wege gesucht, wie die Arbeit der jungen kirche unter solchen Bedingungen noch fortgesetzt werden kann. Aus finanziellen Erwägungen wird die professionelle Jugendarbeit eingestellt. Roland Pöschl beendet nach 14 Jahren sein großes Engagement für die junge Kirche.
Was die weitere Tätigkeit der jungen kirche betrifft, setzt sich die Initiative von Mitgliedern des Redaktionsteams durch, die eine Weiterführung der ehrenamtlichen Jugendarbeit zum Ziel hat.
   
2004 Die ehrenamtliche Jugendarbeit der jungen kirche Schweiz wird mit einem neuen Vorstand wieder aufgenommen. Das Konzept aus den Reihen des Redaktionsteams nimmt bewährte Arbeitsgebiete der jk auf und ergänzt mit neuen Ideen.
Neben dem jk-Haus und der jk-ziitig werden wieder jk-events veranstaltet, die allen jungen Menschen offen stehen. Neu gibt es einen interaktiven jk-Treffpunkt im Internet, www.jk-treff.ch, in dem rund um die Uhr Begegnungen, Austausch und Diskussionen möglich sind. Bei der Beratung von Jugendlichen in Problemsituationen wird mit dem Helpteam NET zusammengearbeitet.
   
2005 In allen Bereichen der jungen kirche gibt es interessante Möglichkeiten. Der jk-treff gibt zudem Gelegenheit, sich nicht nur jederzeit aktuell zu informieren, sondern sich am aktuellen Geschehen der jk zu beteiligen.
   
2007 Da sich keine neuen ehrenamtlichen Mitglieder für den Vorstand der jungen kirche schweiz finden lassen, muss die inhaltliche Arbeit des vereins per 31. 12. 2007 beendet werden. Dies bedeutet das vorläufige Ende der jk-ziitig und des jk-treffs. Die jk-events reduzieren sich auf die jährliche Mitgliederversammlung.
   
2008 An der Mitgliederversammlung wird der Hauskommission die interimsmässige Betreuung der Vereinsgeschäfte übertragen. Aufgabe des Vorstandes ist die Betreuung des jk-Hauses Zweierhof in Schönenberg/ZH.
    

 

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